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Klinik erhält das Gütesiegel für die Behandlungseinheit (24.04.2009)

ASCHERSLEBEN/MZ. Der 28. Januar war ein großer Tag. Ein großer Tag für Dr. med. Günther Hasslbauer, Chefarzt der Frauenklinik und Leiter des Brustzentrums. Ein großer Tag für sein Team. Und überhaupt war der 28. Januar ein großer Tag für die Kreisklinik Aschersleben-Staßfurt gGmbH. Lang genug haben alle zusammen auf ihn hingearbeitet. Mit großen Anstrengungen sei es verbunden gewesen, die Standards zu erreichen und Voraussetzungen zu erfüllen, die letztlich ausschlaggebend dafür waren, dass das von der Deutschen Krebsgesellschaft beauftragte Audit zum Brustzentrum am besagten Tag mit großem Erfolg durchgeführt werden konnte.

Damit ist das Ascherslebener seitdem eines von zehn zertifizierten Brustzentren in Sachsen-Anhalt und das erste im Kreis. \"Wir sollten stolz sein, dass es jetzt im Salzlandkreis ein Brustzentrum gibt\", äußerte sich der ärztliche Geschäftsführer Dr. Erik Czihal am Mittwoch dazu, kurz bevor Dr. Harald Schmalenberg, Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Vertreter der Deutschen Krebsgesellschaft, der Kreisklinik das entsprechende Zertifikat aushändigen konnte. \"Ich denke, das ist eine Trophäe für all die, die beim Aufbau des Zentrums geholfen haben\", so Hasslbauer.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen zwischen dem 35. und 55. Lebensjahr. Im Laufe ihres Lebens ist sogar jede neunte Frau vom Mammakarzinom betroffen. \"Es ist nicht ausreichend, bei der Behandlung nur einen Spezialisten hinzuzuziehen\", setzen Schmalenberg und die Ascherslebener Kollegen auf eine interdisziplinäre Vorgehensweise. Um alle Anforderungen an Diagnostik und Therapie qualitätsgerecht zu erfüllen, haben sich Frauenärzte des Klinikums sowie die niedergelassenen mit den Partnern aus Radiologie, Innerer Medizin, Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Psychoonkologie, Physiotherapie, mit Sozialarbeitern, Sanitätshäusern, Selbsthilfe- und Hospizgruppen zu einem Brustzentrum zusammengeschlossen, um die ganzheitliche Betreuung und Versorgung der Patienten in allen Phasen der Erkrankung zu gewährleisten.

Ziele eines Brustzentrums sind die Früherkennung von Brustkrebs und die Verbesserung der Lebensqualität durch eine wohnortnahe Behandlung nach den Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft und der Gesellschaft für Senologie und auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. Unerlässlich sei die Kommunikation zwischen den einzelnen Partnern. \"Nur so kann ein Netzwerk funktionieren\", unterstreicht Dr. Silvia Schrader. Erwiesen außerdem, dass Patienten innerhalb eines Zentrums mit besseren Ergebnissen als außerhalb behandelt werden, so die Oberärztin in der Frauenklinik.

Die Idee, die Kräfte innerhalb einer hochspezialisierten Behandlungseinheit zu bündeln, ist nicht neu: Bereits 2002 habe die Klinik ein Strukturkonzept erstellt. Damals im Verbund mit sechs anderen Kliniken wurde ein Jahr später das Tumorzentrum \"Anhalt\" gegründet, ehe 2008 der Entschluss fiel, sich als eigenständiges Brustzentrum zertifizieren zu lassen, zumal mit über 100 Primärfällen im Zeitraum eines Jahres schon eine Voraussetzung erfüllt war.

Für eine Zertifizierung - Schmalenberg nennt sie ein \"Gütesiegel zur Information der Patienten\" - muss eine Vielzahl definierter Kriterien erfüllt sein, das Prüfungsverfahren, dem sich die Zentren stellen müssen, ist aufwendig. Durchgeführt wird es vom unabhängigen Institut \"OnkoZert\". Voraussetzung für die Zertifizierung eines Brustzentrums ist ein eingeführtes Qualitätsmanagementsystem, das über eine anerkannte Zertifizierung nachgewiesen wird, erläutert Schmalenberg die notwendigen Schritte vor dem eigentlichen Vor-Ort-Termin, dem Audit. In Folge wird nun die Einhaltung der Anforderungen jährlich überwacht. Neben dem Brustzentrum sind seit 2006 bzw. 2008 auch Kontinenz-, Darm- und Gefäßzentrum zertifiziert.


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