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RWI: Wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser verbessert sich 2009 (24.04.2009)

Essen (ddp-nrw). In diesem Jahr wird sich die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser vermutlich entspannen, 2010 dürften die Folgen der Finanzkrise dann allerdings auch die Kliniken erreichen. Zu diesem Ergebnis kommt der Krankhaus-Rating-Report 2009 des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI), der am Mittwoch in Essen vorgelegt wurde. Demnach profitiert das Gesundheitswesen in diesem Jahr noch von den zusätzlichen Erlössteigerungen durch das Krankenhausfinanzierungsreformgesetz und zusätzliche Investitionsmittel aus dem Konjunkturpaket II.

2008 sei für die Krankenhäuser noch ein schlechtes Jahr gewesen, hieß es. Im vergangenen Jahr seien den Berechnungen zufolge 27 Prozent der Krankenhäuser von «erhöhter Insolvenzgefahr» bedroht gewesen. In diesem Jahr dürfte der Anteil auf 15 Prozent sinken, ab 2010 aber wieder steigen.

Zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage greift der RWI auf eine Stichprobe von 546 Jahresabschlüssen zumeist aus den Jahren 2006 und 2007 zurück, die insgesamt 832 Krankenhäuser umfassen. Kleine Krankenhäuser schneiden demnach signifikant schlechter ab als große oder mittelgroße, westdeutsche Krankenhäuser schlechter als ostdeutsche. In Ostdeutschland und in Nordrhein-Westfalen liegen besonders viele Krankenhäuser im grünen und nur wenige im roten Bereich. In Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hamburg fällt der Anteil im roten Bereich ebenfalls vergleichsweise niedrig aus.

Die Zahl der Betten belief sich 2007 laut RWI auf rund 507 000, fast 4000 weniger als im Vorjahr. Das Institut schätzt die Bettenüberkapazität derzeit auf unter zehn Prozent. Ohne weitere Anpassungen dürfte sie aber bis 2020 auf 28 Prozent wachsen. Die Zahl der Krankenhäuser nahm auf 2087 ab, 17 weniger als 2006.


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