. .

Erfahren Sie die aktuelle Neuigkeiten

Aktuelle News hier!


\"Ein starkes Stück\"Ärzte schlagen wieder Alarm (24.04.2009)

Das Bundesgesundheitsministerium wies die Forderung nach mehr Geld umgehend zurück. Montgomery ignoriere \"offenbar vollständig\" die gesetzlichen und finanziellen Verbesserungen für Ärzte, sagte eine Sprecherin. \"In solchen Zeiten der Krise dauernd nach noch mehr Geld zu rufen, ist schon ein starkes Stück.\"

Mehr Mediziner, weniger Ärzte

Seit 1991 nahm die Zahl der Mediziner in Deutschland zwar laut BÄK um gut 30 Prozent zu. Gleichwohl sind nach Montgomerys Worten in vielen Krankenhäusern derzeit 20 bis 50 Prozent der Arzt-Stellen unbesetzt. Überstunden und gedeckelte Budgets verleideten vielen Medizinern den Job und ließen sie seit Jahren zu Tausenden ins Ausland abwandern. Hochqualifizierte junge Mediziner seien nicht mehr bereit, ihre \"Lebensqualität und ihre Arbeitnehmerrechte an den Pforten der Krankenhäuser, der Medizinischen Versorgungszentren oder am Eingang ihrer Praxis abzugeben\", sagte der BÄK-Vize.

Er kritisierte die neuen Honorarregeln für niedergelassene Ärzte. Diese produzierten trotz Steigerung des Honorartopfs auf gut 30 Milliarden Euro durch Umverteilung neben Gewinnern auch Verlierer. Er warf Politikern und Krankenkassen vor, die Honorarprobleme als \"reine Verteilungsprobleme der Ärzteschaft\" kleinreden zu wollen. \"Ärztliche Arbeit in Klinik und Praxis muss wieder attraktiv werden\", forderte Montgomery. Wie viel zusätzliches Geld für eine ausreichende ärztliche Versorgung erforderlich sei, wollte er aber nicht sagen.

Laut BÄK sind steigende Medizinerzahlen und Ärztemangel nur scheinbar ein Widerspruch. Die Statistik zeige, dass sich die Zahl der Ärzte in Deutschland zwar zwischen 2000 und 2007 um 6,9 Prozent erhöht habe, deren Arbeitsangebot aber gleichzeitig um 1,6 Prozent geschrumpft sei. Als Grund dafür werden Arbeitszeitverkürzung und der steigende Anteil der Medizinerinnen auf zuletzt auf 41,5 Prozent genannt. Bei Frauen liegt die durchschnittliche Wochenarbeitszeit deutlich unter der männlicher Kollegen.


Zur News Seite