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Trotz steigender Arztzahlen wird der Bedarf nicht gedeckt Erste Zusammenfassung (24.04.2009)

um 1,5 Prozent auf 319.697. Seit 1991 wuchs sie um mehr als 30 Prozent. Trotzdem verringerte sich die von allen Ärzten zusammen geleistete Arbeitszeit seitdem um 1,6 Prozent, wie KBV-Experte Thomas Kopetsch sagte. Er erklärte dies unter anderem damit, dass es immer mehr Ärztinnen gibt und Frauen im Schnitt geringere Arbeitszeiten haben. Außerdem schlage der allgemeine Trend zur Arbeitszeitverkürzung auch bei den Medizinern durch. Zwtl: «Expansion des Möglichen Gleichzeitig wächst der Bedarf. «Die Expansion des Möglichen in der Medizin führt zu einem deutlich erhöhten Ärztebedarf», sagte Kopetsch. Die Mediziner spezialisieren sich immer stärker. 1924 gab es der Analyse zufolge nur 14 unterschiedliche Fachgruppen, heute sind Mediziner mit 160 verschiedenen Fachbezeichnungen am Markt. Darüber hinaus schlägt dieser Analyse zufolge bereits die Demografie durch. Machten 1991 die Über-60-Jährigen 20,4 Prozent der Bevölkerung aus, so lag der Anteil 2007 bereits bei 25,3 Prozent - ein Zuwachs um ein Fünftel. Ab 60 nimmt statistisch gesehen der Behandlungsbedarf stark zu. Er liegt bei 326 Prozent dessen, was Unter-60-Jährige benötigen, wie Kopetsch sagte. Auch Patienten spürten den Ärztemangel bereits, sagte Montgomery. Sie beklagten Wartezeiten und kämen schwieriger an Termine für hochspezialisierte Angebote. In den Krankenhäusern seien in vielen Abteilungen 20 bis 50 Prozent der Stellen unbesetzt. Mangel gebe es auch an Landärzten, nicht nur in den neuen Ländern. Zwtl: Kritik an der Honorarreform Montgomery appellierte an die Politik, die Bedingungen zu verbessern. Nötig seien mehr Stellen in Krankenhäusern, mehr Unterstützung etwa bei der Kinderbetreuung und mehr Geld für Klinikärzte und ihre niedergelassenen Kollegen. Die gerade von Ärzten und Kassen vereinbarte Nachbesserung der Honorarreform kritisierte Montgomery. Denn damit werde einigen Ärzten mehr gegeben, anderen jedoch etwas weggenommen. Nötig sei jedoch mehr Geld. Eine Summe wollte Montgomery nicht nennen. Der Spitzenverband der Krankenversicherung wies die Forderung prompt zurück und bestritt auch, dass es zu wenig Ärzte gebe. Auch das Bundesgesundheitsministerium zeigte sich verwundert und verwies auf Verbesserungen, die die Bundesregierung durchgesetzt habe sowohl bei den Arbeitsbedingungen als auch bei der Bezahlung. Zwtl: Kleine Korrekturen Kassen und Ärzte hatten am Montagabend darüber hinaus zum 1. Juli kleinere Korrekturen an der Honorarreform vereinbart. Dadurch können einige Mediziner mehr Leistungen abrechnen, darunter Psychiater. Zusätzliches Geld für den Honorartopf gibt es nicht. Dieser wächst in diesem Jahr aber ohnehin um bis zu 3,9 Milliarden Euro im Vergleich zu 2007. Gesundheitsministerin Schmidt begrüßte die Einigung. Damit seien Ärzte und Kassen «ein gutes Stück vorangekommen», sagte die SPD-Politikerin der «Financial Times Deutschland». Ärzteschaft und Krankenkassen hätten den Weg zur Lösung der Probleme geebnet. Die Vertragsärzte müssten nun auf regionaler Ebene die Möglichkeiten für gerechte Vergütungen nutzen


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