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Am Krankenhaus übernehmen die Neuen Ärzte (28.04.2009)

Sie glauben gar nicht, wie schnell die fast 30 Jahre in Mosbach rumgegangen sind\", sagt Dr. Helmut D. Reichardt und kann einen kleinen Seufzer dabei fast nicht unterdrücken. Zum 1. Juli wird der beliebte Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe am Mosbacher Kreiskrankenhaus in den Ruhestand gehen. Kurz zuvor kann er seinen 65. Geburtstag feiern, und bei aller Wehmut freut er sich auch auf eine \"ruhigere Zeit\". Zumal mit Michael Brüning ein kompetenter Nachfolger gefunden scheint.

\"Nachtdienst über so viele Jahre, immer parat sein für Notfälle, das zehrt schon an den Nerven\", räumt der verdiente Mediziner ein. Und auch der ausufernde \"Verwaltungskrieg\" habe immer mal wieder für Frust gesorgt. Dennoch hat er seine Berufswahl nie bereut. Im Februar 1980, aus Halle an der Saale kommend, hat er seinen Dienst in Mosbach aufgenommen und in der Folge viel bewegt. \"Unsere medizinische Bandbreite und das operative Spektrum sind sehr groß; besonders stolz und dankbar bin ich für die sehr guten Kontakte zur Uni-Frauenklinik in Heidelberg und für die Mitgliedschaft im Südwestdeutschen Brust Centrum Heidelberg (SWBC)\", erklärt der scheidende Chefarzt, der seit 20 Jahren auch an der Ausbildung des Pflegenachwuchses beteiligt ist.

Dr. Reichardts Nachfolger hat nun Mitte März sein Amt angetreten. Michael Brüning heißt der \"Neue\"; der gebürtige Münchner mit langjähriger Anstellung am Klinikum Stuttgart hat in etlichen großen Häusern Erfahrung gesammelt, bevor er über einen Bekannten von der in Mosbach ausgeschriebenen Chefarztstelle erfuhr. \"Eigentlich wollte ich ja nie Gynäkologe werden\", erzählt der 46-jährige Vater von vier Kindern schmunzelnd. Durch Zufälle, die er heute \"mein Schicksal\" nennt, landete er dann doch bei der Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Die Ziele, die er sich für seine Tätigkeit in Mosbach vorgenommen hat, formuliert er schlicht: \"Sowohl in der Geburtshilfe als auch in der Gynäkologie sollen sich alle Patientinnen absolut sicher und gut versorgt fühlen, vom medizinischen als auch vom menschlichen Standpunkt aus gesehen.\" Brüning, der – wie sein Vorgänger auch – aufgrund seiner Erfahrung und Weiterbildung verschiedene Zusatzbezeichnungen führen darf, setzt einen persönlichen Schwerpunkt auf die minimalinvasive Chirurgie, auch als \"Schlüssellochchirurgie\" bekannt. Von Mosbach und Umgebung hat der neue Chefarzt noch nicht allzu viel gesehen; die Arbeit gehe vor. Und natürlich die Familie. \"Ich freue mich auf meine Tätigkeit hier und auch auf Land und Leute\", so der sympathische Mediziner.

Unter neuer Leitung ist inzwischen auch die Visceral- und Allgemeinchirurgie am Mosbacher Kreiskrankenhaus, wo man nun einen neuen Spezialisten hat: Dr. Harald Kirr, 52, seit 1. April im Amt und regelrecht begeistert vom Haus (\"toll renoviert\") und der Belegschaft: \"Alle sind sehr freundlich und wirken auf mich äußerst motiviert.\"

Der Vater zweier Kinder wurde in Rumänien geboren, kam aber schon als Kind mit seiner Familie nach Deutschland und absolvierte in Neckargemünd die Grundschule. Nach seinem Studium in Tübingen und einer Tätigkeit am Klinikum Mannheim arbeitete er die letzten zwölf Jahre als Oberarzt am Mannheimer Diakoniekrankenhaus.

Noch beschränkt sich seine Zuständigkeit auf Mosbach; wenn Dr. Klaus Evertz in Buchen aber in Ruhestand gegangen sein wird, wird Dr. Kirr den Chefarztposten voraussichtlich für beide Häuser übernehmen. Sein Ziel? Eine \"ordentliche, funktionierende Chirurgie\". Natürlich operiert auch er möglichst \"minimalinvasorisch\". Darm- und Bauch-OPs gehören zur Standardarbeit für den erfahrenen Chirurgen, ebenso wie Bruchoperationen. Ein besonderes Augenmerk legt der Mediziner auf Eingriffe an der Schilddrüse und auf die operative Behandlung von hartnäckigen \"Refluxerkrankungen\", umgangssprachlich Sodbrennen genannt. \"Da kann man heute mit relativ einfachen Eingriffen sehr gute Ergebnisse erzielen\", weiß Dr. Kirr.

Zufriedene Patienten bekomme man nur über eine ausgezeichnete Qualität der ärztlichen Versorgung und über eine funktionierende Kooperation mit Haus- und Fachärzten vor Ort. \"Klinkenputzen\" sei daher für ihn angesagt, einige Kollegen habe er bereits besucht, berichtet Dr. Kirr. An Motivation fehlt es dem \"Neuen\" also ganz offensichtlich nicht.


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