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Mehr Vertrauen bringt mehr Patienten (29.04.2009)

Nach Angaben des Verwaltungsratsvorsitzenden, Landrat Johann Fleschhut, mahnten die Krankenkassen vor Kurzem in einem Gespräch an, die Krankenhauslandschaft im Ostallgäu zu überprüfen. Denn das Angebot sei aus Sicht der Versicherungen zu groß. «Den Krankenkassen geht es aber nicht um die Zahl der Standorte», so Fleschhut auf Nachfrage. In der Diskussion stehen vielmehr Angebote, die an mehreren kommunalen Häusern vorhanden sind.

Im Raum Ostallgäu/Kaufbeuren müssten die Kassen dadurch mehr Zahlungen leisten als in anderen Regionen. Forderung der Versicherungen sei daher, mehr Leistungen ambulant zu erbringen. Unnötige Operationen würden an den fünf Kliniken im Landkreis und in der Stadt Kaufbeuren aber nicht durchgeführt, so Fleschhut. Dies hätten auch Überprüfungen durch den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) ergeben.

In der Sitzung hätten dies auch Vertreter der Ärzteschaft dargestellt. Die Patientenmehrung, so Fleschhut, ergebe sich vielmehr daraus, dass die Ostallgäuer ihren Krankenhäusern wieder mehr Vertrauen schenken: Statt nach Schongau oder Kempten zu gehen, blieben immer mehr Patienten zu den Krankenhäusern im Heimatlandkreis. Patienten aus einem weiten Umkreis kämen allerdings zu Spezialangeboten wie dem Wundzentrum der Chirurgie in Marktoberdorf.

Im Gespräch mit unserer Zeitung betonte Fleschhut auch, wie wirtschaftlich erfolgreich die Casa Medica in Kaufbeuren als Tochterunternehmen des Kommunalunternehmens Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren sei. Die Privatpatienten vorbehaltene Klinikabteilung erwirtschafte rund zehn Prozent des Umsatzes am Klinikstandort Kaufbeuren. Bezogen auf das Gesamtunternehmen mit rund 90 Millionen Jahresumsatz seien dies 2 bis 3 Prozent.

Die Casa Medica sei in der Abrechnung ganz klar vom Kommunalunternehmen getrennt. Sie führe aber jährlich einen «deutlichen sechsstelligen Gewinn» der Mutterfirma zu.


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