. .

Erfahren Sie die aktuelle Neuigkeiten

Aktuelle News hier!


Ärzte: Ohne Leistungs-Kürzungen geht es nicht (02.06.2009)

Einen Gegenpunkt zu den Forderungen Hoppes setzte Klaus Theo Schröder, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, der in Vertretung der Ministerin gekommen war. Die hatte es vorgezogen, an einem internationalen Treffen zum Thema Schweinegrippe teilzunehmen. Schröder bestritt, dass es eine Rationierung im Gesundheitssystem gebe. Er verwies auf die zusätzlichen Mittel im Gesundheitsfonds und eine überdurchschnittlich hohe Arztdichte hierzulande. Nach den Zahlen des Ministeriums wird auch bedeutend mehr für die Gesundheit aufgewandt, als die Ärzte dies behaupten. Schröder zufolge sind es elf Prozent des Bruttoinlandprodukts. Der Staatssekretär erteilte einer Rangliste für medizinische Versorgung ebenso eine Absage wie einer Erhöhung der Praxisgebühr. Ein System mit begrenzten Mitteln könne zwar nicht \"ohne Mengensteuerung\" gefahren werden. Dies gelinge aber, indem man das System optimiere und effizienter mache.

Auch der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sprach sich gegen eine Rangliste medizinischer Leistungen aus. Er mahnte aber zugleich, allein aufgrund der demografischen Entwicklung müsse in Zukunft ein immer größerer Teil des Volkseinkommens für die Gesundheit aufgewandt werden. Die zu erwartenden Defizite im Gesundheitswesen müssten in den kommenden Jahren durch Steuermittel ausgeglichen werden. Auch Ministerin Schmidt (SPD) will Gesundheitsleistungen stärker über Steuern finanzieren. Bereits im Vorfeld des Ärztetages hatte sie angekündigt, dass in der nächsten Legislaturperiode 25 Milliarden Euro allein für familienpolitische Leistungen in den Fonds fließen sollten.
Quelle: Rheinische Post


Zur News Seite