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Personalgewinnung – Hauptaufgabe für viele Krankenhäuser (02.06.2009)

Einige Referenten konnten dem Mangel an ärztlichem Personal aber auch positive Aspekte abzugewinnen. „Der bereits 2005 und 2006 erkennbare flächendeckende Ärztemangel ermöglichte erst die arztspezifischen Tarifverträge des Marburger Bundes sowie die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die angestellten Ärztinnen und Ärzte“, betonte Armin Ehl vom Marburger Bund.

Zudem hätten Kliniken die zunehmende Feminisierung der Ärzteschaft erkannt und würden jetzt vermehrt positive Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen. Dies sei eine Möglichkeit, künftig neue Ärztinnen und Ärzte zu gewinnen. Zu den Stellschrauben, an denen sich drehen ließe, um den Ärztemangel in den Griff zu bekommen, zählten aber auch Obergrenzen für die Arbeitszeiten der angestellten Ärzte sowie bessere Führungsqualitäten der Chefärzte, die nicht wie bisher auf eine starre Hierarchie ausgerichtet seien.

Neben einer verbesserten Führungskräfteentwicklung setzte sich Manfred Rompf vom Berliner Vivantes-Netzwerkwerk für Gesundheit für eine Entlastung der Ärztinnen und Ärzte von bürokratischen Tätigkeiten ein. Dazu schlägt Rompf vor, „Medizinische Assistenten“ an den Krankenhäusern einzustellen, die die Organisation der Stationsarbeit übernehmen sollen.

„Viele Gesundheitsanbieter machen sich bereits Gedanken, wie sie das Problem des Ärztemangels in den Griff bekommen können“, bilanzierte Heinz Lohmann, Leiter des Kongresses „Krankenhaus, Klinik, Rehabilitation“ des Hauptstadtkongresses, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt.

Einige Krankenhäuser legten bereits Programme auf, die beispielsweise eine vertraglich garantierte strukturierte Weiterbildung, persönliche Personalbetreuer für neu angestellte Ärztinnen und Ärzte sowie Angebote zur betrieblichen Altersvorsorge enthielten. Dem Thema Personalgewinnung und -sicherung schreibt Lohmann größte Bedeutung zu: „Ich bin überzeugt, dass dies künftig das wichtigste Thema für viele Institutionen wird“, prophezeite er. Quelle: aerzeblatt.de


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