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KPMG-Analyse Jede fünfte deutsche Klinik ist wirtschaftlich gesehen ernsthaft krank (25.08.2009)

Vor allem überdurchschnittlich viele Kliniken in öffentlicher Trägerschaft und Krankenhäuser in den alten Bundesländern müssen sich mittelfristig ernsthaft Sorgen um ihre Existenz machen. Das hat eine repräsentative KPMG-Analyse mit dem Titel \"Zukunft deutsches Krankenhaus\" ergeben, für die die Daten von 263 Kliniken mit jeweils mindestens 300 Betten ausgewertet wurden. Das entspricht knapp der Hälfte aller Häuser dieser Größenklasse in Deutschland. Die Analyse macht auch deutlich: Das deutsche Durchschnittskrankenhaus gibt es nicht. Jedes hat eigene Stärken und Schwächen und muss sich je nach regionaler Lage und Trägerschaft in einer Wettbewerbsumgebung mit ganz individuellen Chancen und Risiken behaupten. Für jedes Krankenhaus wurden Indikatoren wie Umsatzrentabilität, Bettenauslastung, Material- und Personalaufwandsquote oder Anlagenabnutzungsgrad erfasst und mit dem Branchenschnitt verglichen.

Ergebnis: Rund 18 Prozent der Krankenhäuser liegen in allen Bereichen mindestens im Durchschnitt oder sogar besser als ihre Wettbewerber. Solche Häuser setzen Branchenstandards und können sich darauf konzentrieren, ihre führende Position auszubauen. Die meisten Krankenhäuser in Deutschland (60,8 Prozent) sind zwar vergleichsweise gut aufgestellt, liegen aber bei einigen Indikatoren deutlich unter dem Durchschnitt. Prof. Dr. Volker Penter, Partner und Leiter des Bereichs Health Care bei KPMG: \"Für viele Häuser besteht vor allem im Personalbereich noch Verbesserungspotenzial, Dabei geht es häufig gar nicht darum, weiter Stellen abzubauen, sondern in erster Linie, qualifiziertes Personal effizienter einzusetzen. Etwa indem man Prozesse besser organisiert, die Mitarbeiter ihrer Qualifikation entsprechend einsetzt und stärker leistungsorientiert bezahlt. Fast genauso wichtig ist aber auch ein effizienterer Materialeinsatz. Wenn es um Verbrauch von medizinischem Bedarf, Strom, Wasser oder Lebensmitteln geht, nutzen viele noch nicht alle Einsparmöglichkeiten. Aber auch durch ein professionelleres Gebäudemanagement oder durch konsequente Verhandlung von Einkaufspreisen ließe sich oft noch viel Geld sparen.


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