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\"Kopfprämien\" auch an Ärzte in MV (08.09.2009)

Die Debatte kochte bundesweit hoch. Auch im Nordosten ist die Dunkelziffer von Betrügereien nach Einschätzung Hakenbergs höher, als der Landes-Klinikverband weismachen will. \"Ich würde an ihrer Stelle etwas sensibler reagieren\", kommentiert der Rostocker Chef-Urologe die Haltung der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV). Deren Geschäftsführer Wolfgang Gagzow hatte zunächst erklärt, Mauscheleien zwischen Praxen und Kliniken seien hierzulande \"kein Thema\". Hakenberg hält derlei Bewertungen zumindest für untertrieben: \"Vielleicht wissen die es nicht besser, weil sie niemand darüber informiert.\" Aus seiner Sicht ist es aber eine kaum verhohlene Tatsache, dass etliche Kliniken durch Zahlung von \"Vermittlungsgebühren\" ihre Fallzahlen hochzutreiben versuchen. \"Es sind Einzelfälle, natürlich.\" In einigen dieser Einzelfälle flössen jedoch Hunderte von Euro an den behandelnden Arzt.

Auch die Kassen sind alarmiert. Bei der mecklenburg-vorpommerschen AOK gingen inzwischen Hinweise auf entsprechende Prämiengeschäfte ein. \"Wir haben etliche Verdachtsmomente. Da, wo es schwarze Schafe gibt, muss aufgeklärt werden\", sagte der Generalbevollmächtigte des AOK-Landesverbands, Johannes Lack. Konkrete Belege lägen allerdings noch nicht vor. Dass Kliniken offenbar Ärzte bezahlen, die ihnen Kranke schicken, hatte deutschlandweit Empörung ausgelöst. Die Spitzenverbände von Ärzten und Kliniken vereinbarten am Freitag, solchen Praktiken einen Riegel vorzuschieben; neue \"Clearingstellen\" sollen durch Prüfungen fortan mehr Transparenz schaffen.

\"Neben der ethischen Fragwürdigkeit sieht Hakenberg auch medizinische Gefahren: Manch Kranker gehe im guten Glauben an seine bestmögliche Versorgung in eine bestimmte Klinik - mitunter spiele jedoch weniger deren Eignung als vielmehr deren Zahlungsbereitschaft eine wichtige Rolle. \"Dass im Hintergrund gezahlt wird, erfährt der Patient nicht.\"

Quelle: SVZ.de


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