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WHO: Doch Krebsrisiko durch Handys (05.11.2009)

Die britische Tageszeitung «Daily Telegraph» berichtet über eine von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beaufsichtigte Langzeitstudie. Der Vorbericht spricht laut «Daily Telegraph» von einem «signifikant erhöhten Risiko für verschiedene Hirntumore im Zusammenhang mit einer Handynutzung von zehn oder mehr Jahren». Für die Untersuchung wurden vier Jahre lang rund 12.800 Menschen in 13 Ländern nach ihren Handynutzungsgewohnheiten befragt. Darunter befanden sich sowohl Tumorpatienten als auch gesunde Nutzer. Der schweizerische „Tages-Anzeiger“ meldet, dass die vollständige Studie noch in diesem Jahr veröffentlicht werden soll.

Überraschung? Verwunderung? Na ja. Bisher gibt es viele Studien, die die Unbedenklichkeit des Mobilfunks belegen sollen. Beispielsweise das sechsjährige Forschungsprogramm des Umweltministerium, das vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreut wurde. Darin stellen BfS und die Strahlenschutzkommission (SSK) übereinstimmend fest, dass das Forschungsprogramm keine Erkenntnisse erbracht hat, die die geltenden Grenzwerte aus wissenschaftlicher Sicht in Frage stellen. Auch konnten die zu Beginn des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms bestehenden Hinweise auf mögliche Risiken unterhalb der geltenden Grenzwerte nicht bestätigt werden. Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern unterhalb der geltenden Grenzwerte und unspezifischen Gesundheitsbeschwerden wie z. B. Kopfschmerzen, Schlafstörungen ("Elektrosensibilität") war nicht nachweisbar.

Aber Zweifler an diesen Ergebnissen gibt es viele. Moniert wurde immer wieder, dass sich unter den Finanziers der Studien Mobilfunkbetreiber und Handyhersteller befanden. Die Frage: Kann eine Studie dann noch neutral bleiben? Außerdem fehlten bisher überzeugende Studien, die tatsächlich das Langzeitrisiko der Mobilfunknutzung über mehr als zehn Jahre untersuchten.

Dabei ist inzwischen als ziemlich gesichert: Vieltelefonierer mit dem Handy erhöhen ihr Risiko einer Krebserkrankung. Kinder sind besonders gefährdet.

Hinweise darauf, dass die Mobilfunkstrahlung nicht so ungefährlich sein könnte, wie immer behauptet, gibt es einige: Im Jahr 2006 wurden die oberen beiden Geschossen eines Melbourne Gebäude geschlossen, nachdem bei sieben Büroangestellten der dort untergebrachten National Tertiary Education Union (NTEU) Hirntumoren diagnostiziert wurden. Auf dem Dach des Gebäudes war 2001 ein Handy-Sender installiert worden. Matthew McGowan von der NTEU sagte, dass diese Konzentration von Gehirntumorfällen unter den Mitarbeitern „scheint viel mehr zu sein als reiner Zufall".

Und Umweltmediziner warnen schon länger vor der Zunahme von Mikro- und elektromagnetischen Wellen. Sie machen diesen Elektrosmog für immer mehr gesundheitliche Probleme wie Konzentrationsstörungen, Depressionen, Allergien, aber auch Alzheimer, Parkinson und Krebs verantwortlich. „Die technischen Frequenzen des Mobilfunks liegen genau in jenem Bereich, in dem die Steuerung aller Lebensvorgänge abläuft", erklärte der Umweltmediziner Dr. René Hirschel. „Jede Zelle, jedes Organ, jeder Organismus kann die Signale des Mobilfunks empfangen und davon in seinen Reaktionen beeinflusst werden."

WANC 26.10.09/ Quelle: WHO, Daily Telegraph


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