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Schweinegrippe: Paul-Ehrlich-Institut kritisiert Bundesländer (20.11.2009)

Das PEI ist dafür zuständig, die Nebenwirkungen des Schweinegrippe-Impfstoffes Pandemrix zu überwachen. Der Impfstoff wurde vor seiner Zulassung zwar an einigen Tausend Menschen getestet, seltene Nebenwirkungen lassen sich dabei aber nicht ermitteln.

Um solche seltenen, aber schwerwiegenden Nebenwirkungen auszuschließen, sammeln Mitarbeiter des PEI Meldungen von „unerwünschten Ereignissen“. Schwere Erkrankungen und Todesfälle können aber auch rein zufällig kurz nach der Impfung auftreten. Darum muss die Zahl der beobachteten Fälle mit der ohnehin zu erwartenden Zahl solcher Ereignisse verglichen werden.

Diese Zahl hängt von der Zahl der Impfungen ab. „Dazu haben wir kaum valide Daten und das macht eine Bewertung sehr schwer“, sagte die Sprecherin des PEI. „Es ist sehr wichtig, dass uns mehr Bundesländer diese Daten zur Verfügung stellen.“

Bis zum vergangenen Donnerstag hätten insgesamt 197 Personen Nebenwirkungen gemeldet, berichtete die Sprecherin. Weil jede Nebenwirkung wie Fieber oder Gelenkschmerzen einzeln aufgeführt werde, umfasse die Liste insgesamt 652 „unerwünschte Ereignisse“.
Der Präsident der Berliner Ärztekammer, Günther Jonitz, kritisierte: „Die bisherigen Pandemiepläne und deren Umsetzung auf Landes- und Bundesebene hat nicht den realen Anforderungen an eine effektive Seuchenabwehr genügt.“ Das Wichtigste sei, die Zuständigkeiten der beteiligten Behörden und Institutionen zu klären.

„Um für künftige, möglicherweise wesentlich schwerwiegendere Pandemien gewappnet zu sein, muss vor allem die partnerschaftliche Zusammenarbeit auf allen Ebenen im Vorfeld genau abgestimmt und gepflegt werden", betonte er.

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Bekämpfung einer Pandemie als nationale Bedrohung primär eine staatliche Aufgabe sei. © hil/ddp/aerzteblatt.de


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