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Honorare: Selektivverträge werden künftig berücksichtigt (21.12.2009)

Laut KBV sieht der Beschluss vor, dass der Fallwert des Regelleistungsvolumens (RLV) der jeweiligen Arztgruppe als Folge der Bereinigung um maximal 2,5 Prozent steigen oder sinken darf. Wenn dieser Schwellenwert überschritten wird, soll der darüber hinaus gehende Mehrbetrag ausschließlich von den Ärzten geschultert werden, die an Selektivverträgen teilnehmen.

Grundsätzlich gelte, so die KBV, dass Ärzte, die ihre Patienten im Selektivvertrag versorgen, für diese kein Honorar mehr über das RLV erhalten. Sie werden über den Selektivvertrag vergütet. Das RLV wird deshalb um die Leistungen reduziert, die diese Patienten vor der Einschreibung in einen Selektivvertrag in der Praxis in Anspruch genommen haben.

Die Bereinigung gilt der KBV zufolge für alle Verträge zur Hausarztzentrierten Versorgung, für besondere ambulante Versorgungsformen und zur Integrierten Versorgung.

Nach Auffassung des Hartmannbundes (HB) dokumentiert der Beschluss „die Ohnmacht der verantwortlichen Akteure im bestehenden Honorarchaos“. „Die immer wieder gestellte Frage, wo das für die ambulante Versorgung bereitgestellte Geld wirklich bleibt, wird künftig noch schwerer zu beantworten sein“, kritisiert HB-Vorsitzender Kuno Winn.

Insbesondere stelle sich die Frage, ob sich der im Beschluss festgelegte Schwellenwert von 2,5 Prozent des Fallwertes auf den jeweiligen einzelnen Vertrag bezieht. Das sei umso spannender, als bereits momentan ungefähr 1.800 Schiedsamtsverfahren allein für 73b-Verträge anhängig seien. © hil/aerzteblatt.de


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