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FDP will Numerus clausus für Medizin lockern (23.02.2010)

Das Auswahlverfahren für das Studium wirkt wie eine Barriere bei der Versorgung mit Ärzten“, sagte sie. Der Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), Jörg Dietrich Hoppe, forderte die Politik auf, neue Auswahlkritierien für die Vergabe von Studienplätzen zu entwickeln.

Flach greift damit einen Vorschlag der Ärzteschaft auf, die gefordert hatte, den Zugang zum Medizinstudium zu lockern. Hintergrund der Überlegungen ist der für die nächsten Jahre befürchtete Ärztemangel. Vor allem in ländlichen Gebieten geben viele Ärzte aus Altersgründen ihre Praxis auf, finden aber keine Nachfolger.

Für den BÄK-Präsidenten spielt insbesondere das Empathievermögen im Arzt-Patieten-Verhältnis und die Begeisterung für den Arztberuf eine große Rolle. Beides sei nicht von einem Schulzeugnis abzulesen.

„Es gibt viele junge Menschen mit weniger guten Schulnoten, die den Arztberuf als Berufung verstehen, bei denen Idealismus eine größere Rolle spielt als bei manchem Einserkandidaten“, betonte Hoppe. Bei zukünftigen Auswahlverfahren sollten die Sozialkompetenz und die Motivation der Bewerber stärker berücksichtigt werden.

Aufgrund der großen Nachfrage bekommen Abiturienten in der Regel nur dann ohne Probleme eine Zulassung fürs Medizinstudium, wenn sie im Abschlusszeugnis einen Notendurchschnitt von 1,4 oder besser haben. Im Wintersemester 2009/2010 kamen mehr als vier Bewerber auf jeden der rund 8.500 Studienplätze für Medizin.

FDP-Gesundheitspolitikerin Flach schlägt nun vor, mit den Bundesländern und möglicherweise auch mit Universitäten über gelockerte Zugangsmöglichkeiten zu verhandeln. Sie wolle den Numerus clausus nicht abschaffen, aber mindestens lockern, sagte sie. © ddp/mis/aerzteblatt.de


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