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Bessere Arbeitsbedingungen für Ärztinnen gefordert (10.03.2010)

„Deshalb müssen die Krankenhäuser endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und Arbeitsplätze für Frauen attraktiver gestalten“, forderte MB-Vorsitzender Rudolf Henke. Laut MB steigt der Anteil der Ärztinnen an der Gesamtzahl der Ärzte kontinuierlich und liegt derzeit bei 42 Prozent. Mit 60 Prozent überwiege inzwischen auch an den medizinischen Fakultäten der Anteil weiblicher Studienanfänger.

Vor diesem Hintergrund appelliert auch der Hartmannbund (HB) an Arbeitgeber und Politik, familienfreundliche Arbeitsbedingungen als entscheidende Herausforderung zu begreifen. Dazu gehöre neben ausreichenden und den Arbeitszeiten im Krankenhaus angepassten Kindertagesstätten auch die Abschaffung der immer noch üblichen Benachteiligung der Ärztinnen gegenüber männlichen Kollegen.

„Die Versorgung von morgen wird ohne Ärztinnen nicht mehr gehen. Und dazu brauchen wir attraktive Arbeitsplätze“, sagte Astrid Bühren, Mitglied des Vorstandes des Hartmannbundes.

Sie moniert vor allem, dass Krankenhäuser kaum flexible Teilzeitregelungen während der Elternzeit anbieten. Bühren plädiert dafür, auch Weiterbildungseinheiten unterhalb von 50-prozentigen Teilzeitstellen anzuerkennen.

„Das wäre ein konkreter Ansatz, der uns unmittelbar nach vorne bringt“, zeigte sie sich überzeugt. Nach einer Abfrage durch den Hartmannbund werden bereits in zwei Landesärztekammern, Nordrhein und Westfalen-Lippe, solche Modelle angeboten. © hil/aerzteblatt.de


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