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Deutsche Kliniken bauen ambulante Versorgung weiter aus Krankenhaus Trend 2009 (18.04.2009)

Seit Ende 2008 dürfen Kliniken ihre ambulanten Leistungen, etwa in der Krebsbehandlung oder bei Herzerkrankungen, ausweiten. Hohe Aufmerksamkeit wird zudem Kooperationen und Fusionen entgegengebracht. Auch Bielefelder Krankenhäuser, wie zum Beispiel das Klinikum Bielefeld und das evangelische Krankenhaus Bielefeld, verfügen über großzügige und fachlich hochangesehene Kliniken für Innere Medizin, Hämatologie/Onkologie und Palliativmedizin, die in der Zukunft sicherlich ausgeweitet werden.

Aktuell räumen 66 Prozent der Klinikmanager diesen Strategien Priorität ein. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie \"Krankenhaus Trend 2009\" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit kma online. Zur Stärkung des ambulanten Leistungsspektrums investieren deutsche Klinikbetreiber verstärkt in den Ausbau Medizinischer Versorgungszentren (MVZ). Diese Einrichtungen werden innerhalb der nächsten zwölf Monate für 55 Prozent der Befragten eine hohe bis sehr hohe Bedeutung haben. Seit der Gesundheitsreform 2004 sind bundesweit bereits mehr als 1.000 MVZ entstanden. Rund 5.100 Ärzte arbeiten in dieser Sonderform der Gemeinschaftspraxis unter einem Dach zusammen. Dabei engagieren sich in 37 Prozent der Einrichtungen die Krankenhäuser als Träger. Dies geschieht vielfach zum Unmut der niedergelassenen Ärzte, die sich im Wettbewerb benachteiligt sehen. Der Grund: Die Finanzierung der klinikbetriebenen Zentren erfolgt auch über öffentliche Mittel und Steuergelder.

Um Investitionsstaus zu beseitigen sowie die angespannte Haushaltslage der Kliniken zu entschärfen, ist ein Großteil der Krankenhausbetreiber aktiv auf der Suche nach Kooperations- und Fusionspartnern. Niedergelassene Ärzte sind dabei der meistgenannte Wunschpartner der Klinikmanager. Neun von zehn Befragten beabsichtigen, in den nächsten drei Jahren mit unabhängigen Medizinern zu kooperieren. An zweiter Stelle folgen Bündnisse mit anderen Krankenhäusern, die beispielsweise die Zusammenarbeit bei Rehamaßnahmen oder in der Akutversorgung fördern sollen. Vor allem die mittelgroßen Häuser mit 500 bis 1.000 Beschäftigten sind an diesem Kooperationsmodell interessiert (96 Prozent). Unter den privaten Klinikbetreibern ist zudem die Bereitschaft groß, gesetzliche oder private Krankenversicherungen bis 2012 als Partner zu gewinnen (85 Prozent). Hauptziel ist dabei, durch neue attraktive und ganzheitliche Versorgungsangebote, die Zahl der Zuweisungen zu erhöhen. Die Versicherer versprechen sich davon Kostenvorteile sowie einen individuelleren Service für ihre Kunden. Weitere Top-Themen für Klinikmanager in den kommenden zwölf Monaten sind: Personalmanagement, Ambulante Behandlung, Marketing und Kundenbindung, Kooperationen/Fusionen, Neue Geschäftsfelder und die Informationstechnologie.


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