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Augenärzte setzen auf Fortbildung (19.04.2009)

Düsseldorf, 2. Februar 2009 – Der schwierigen gesundheitspolitischen Lage
und der Honorarmisere zum Trotz steht die medizinische Fortbildung bei den
Augenärzten hoch im Kurs. Zur diesjährigen 10. Augenärztlichen Akademie
Deutschland vom 10. bis 14. März werden mehr als 4000 Teilnehmer erwartet.
Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten in der Augenheilkunde haben
in den vergangenen Jahren eine zum Teil stürmische Entwicklung erfahren – die
Einblicke in die Krankheitsprozesse werden immer detaillierter, und mit neuen
Behandlungsmethoden können heute Menschen vor der Erblindung bewahrt werden,
denen Augenärzte noch vor wenigen Jahren keine Hoffnung auf den Erhalt ihres
Augenlichts machen konnten.
Dieser rasanten Entwicklung der Möglichkeiten steht aber eine geradezu desaströse
gesundheitspolitische Lage gegenüber: „Die augenärztliche Grundversorgung von
Kassenpatienten wird mittlerweile so schlecht honoriert, dass sie nicht mehr
kostendeckend erbracht werden kann“, fasst Prof. Dr. Bernd Bertram, der erste
Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands (BVA), die Situation
zusammen.
Dennoch setzen die Augenärzte in Deutschland auf Fortbildung. Die Augenärztliche
Akademie Deutschland, gemeinsam veranstaltet vom BVA und der Deutschen
Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG), ist der größte Fortbildungskongress für
niedergelassene Augenärzte in Deutschland. Mehr als 4000 Teilnehmer werden sich
vom 10. bis 14. März beispielsweise über neue Entwicklungen in der bildgebenden
Diagnostik informieren. Hier sind heute Einblicke ins Auge möglich, die sogar die
Darstellung einzelner Zellschichten erlauben und damit eine individuell auf den
Patienten abgestimmte Therapie ermöglichen. Ein wichtiges Thema ist zudem wie
schon in den vergangenen Jahren die Strabologie (die Behandlung von
Schielerkrankungen), deren Stellenwert von der Gesellschaft nicht angemessen
gewürdigt wird: Mit geringem finanziellen Aufwand können Augenärzte Kindern für
den Rest ihres Lebens einen erheblichen Zugewinn an Sehkraft sichern –
vorausgesetzt, die Kinder kommen rechtzeitig zur augenärztlichen
Vorsorgeuntersuchung. Diese sinnvolle Untersuchung wird, wie alle anderen
augenärztlichen Vorsorgeuntersuchungen auch, nicht von den gesetzlichen
Krankenkassen bezahlt. Die augenärztliche Vorsorge ist damit ein Paradebeispiel für
das Kongressmotto „Augenheilkunde im Spannungsfeld zwischen notwendiger und
optimaler Versorgung“.
Weitere Informationen zum Thema Auge und Sehen inklusive Bild- und
Statistikdatenbank: www.augeninfo.de


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