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Ulla Schmidt und ihre Äußerungen zu den Arzthonoraren (19.04.2009)

Was sind die Fakten und Tatsachen?

Seit Jahren ist die effektivste Form der flächendeckenden medizinischen Versorgung - die Praxen der niedergelassenen Ärzte - durch chronische Unterfinanzierung in ihrer Existenz gefährdet. Die verharmlosende Formulierung von Frau Schmidt, die Vergütungsprobleme beträfen „lediglich einzelne Regionen“ betrifft große Teile Deutschlands.

Insgesamt sei die Reform ein Weg zu mehr Transparenz, wird die Bundesgesundheitsministerin zitiert. Mit den neuen Regelleistungsvolumen – also die Summe an Geld, die der Arzt für eine dreimonatige Behandlung eines Patienten erhält, unabhängig vom Behandlungsaufwand – ist in der Tat eine existenzgefährdende Unterfinanzierung ärztlicher Tätigkeit sehr transparent geworden. Pro Patient erhalten im 1. Quartal 2009 z.B. Hautärzte 16,03 EURO und Orthopäden 24,44 EURO. Ein Frisörbesuch kostet mehr.

Dr. Heckemann relativiert: „Frau Schmidt, wir verschweigen nicht, dass Sachsen mit ca. 9 % erhöhtem Mittelzufluss zu den „Gewinnern“ der Honorarreform gehört. Die jahrzehntelange finanzielle Schlechterstellung der Ärzte in den neuen Bundesländern wird damit ein Stück weit korrigiert – auf niedrigem Niveau, wie die oben genannten Zahlen beweisen.“ Jedem verständigen Betrachter ist auch klar, dass ein Anteil von bisher fast einem Drittel nicht bezahlter Leistungen nur geringfügig verringert werden kann.

Durch die gleichzeitig durch die Bundesebene angeordnete Neuverteilung der Honorare der Ärzte untereinander kommt das Geld jedoch bei den einzelnen Ärzten unterschiedlich an – manche Praxen müssen erhebliche Honorareinbußen hinnehmen.

Ursache ist die verheerende Wirkung gleicher Fallwerte für ganze Fachgruppen unabhängig vom Leistungsspektrum und den Krankheiten der zu behandelnden Patienten in den einzelnen Praxen. Dr. Heckemann: „Übrigens, Frau Schmidt, zum Abschluss: Rückstellungen, die zusätzlich unverzüglich im Rahmen der Honorierung der Ärzte eingesetzt werden könnten, hatte die KV Sachsen nie!“


V.i.S.d.P.: Dr. med. Klaus Heckemann
Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen


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