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Schwerstverletzte bestmöglich versorgen - Überlebenschancen nach Unfällen verbessern (19.04.2009)

Die Polytraumaversorgung ist ein Wettlauf mit der Zeit. Jede Minute zählt. Unstillbare Blutungen, ein Schädelhirntrauma oder Multiorganversagen sind die Hauptursachen, wenn Patienten nicht mehr gerettet werden können. Experten erläutern in den Kongressveranstaltungen beispielsweise, wie Ärzte die Überlebenschancen von Polytraumapatienten möglichst exakt einschätzen können, welches Risiko eine Leberverletzung bei einem Polytrauma bedeutet und ob Patientinnen durch Östrogene vor einer Entzündungsreaktion und einem tödlichen Multiorganversagen geschützt sind.

Obwohl Deutschland im internationalen Vergleich eine exzellente Versorgung von Schwerstverletzten hat, gibt es noch regionale Unterschiede. So versterben beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern 2,7 Prozent der Verletzten nach einem Verkehrsunfall mit Personenschaden. In Nordrhein-Westfalen sind es dagegen nur 1,1 Prozent.

Die möglichst schnelle Versorgung aller Verletzten ist deshalb ein weiteres Thema des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie: Um Verletzte flächendeckend, rund um die Uhr und in einer reibungslosen Rettungskette behandeln zu können, hat die DGU das TraumaNetzwerkD geschaffen. Ziel ist, dass Patienten innerhalb kürzester Zeit in eine geeignete Klinik transportiert werden können: Leichtverletzte in die nächstgelegene und Schwerverletzte in eine, die für die Behandlungen schwerer und lebensgefährlicher Verletzungen räumlich und personell ausgestattet sind.

Analysen zur Qualität der klinischen Versorgung belegen, dass mit Hilfe von Traumanetzwerken die Zahl der Todesfälle zurückgeht - bei schwer verletzten Patienten um 50 Prozent und bei schwerstverletzten um 20 Prozent. Im Traumaregister der DGU sind die Daten zur Versorgung von Schwerstverletzten vom Unfallort bis zur Rehabilitation gespeichert. Auf deren Grundlage erarbeiten die Experten bessere Konzepte und stellen Schwachstellen in der Behandlung fest. Bisher sind im TraumaNetzwerkD bereits 57 regionale Traumanetzwerke mit rund 550 teilnehmenden Kliniken registriert.


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